Vielfältige Begegnungen: die 47. Duisburger Akzente

Vom 27. Februar bis zum 22. März 2026 laden die Duisburger Akzente einmal mehr dazu ein, Kunst zu erleben. Vom Theatertreffen über das Konzert bis hin zu Lesungen ermöglicht das Festival vielfältige Begegnungen. “Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet” lautet das Motto der 47. Ausgabe des Kulturfestes. Und wo könnte man sich auch besser begegnen als in den Räumen, die Kunst und Kultur für uns öffnen? Wo könnte es leichter sein, die Perspektiven zu wechseln, die Welt mit anderen Augen zu sehen, die Unterschiede zu entdecken – und sie zu feiern?

Mehr als 90 Veranstaltungen

Begegnung, Austausch, Dialog – in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vielleicht genau das mehr als andere braucht, lädt Duisburgs größtes Kulturfestival zu vielfältigen Begegnungen ein. Mehr als 90 Veranstaltungen an rund 40 Spiel- und Ausstellungsorten stehen auf dem Programm, mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland sowie starken lokalen Akteurinnen und Akteuren, nicht zuletzt aus der freien Szene.

Highlight: Theatertreffen

Zu den Highlights des Programms zählt dabei sicherlich einmal mehr das Theatertreffen. Zu sehen gibt es hier beispielweise das Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden: “Bandscheibenvorfall”. Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden, der das Publikum in die Absurditäten des Büroalltags entführt. Das Berliner Ensemble hat “Fremder als der Mond” – mit Texten von Bertolt Brecht und Musik von Hanns Eisler – und „Brechts Gespenster“ im Gepäck. Und Spieltrieb – der Jugendclub im Theater Duisburg – widmet sich mit “Ein Zimmer für sich allein” Virginia Woolfs Kritik am Patriarchat.

Vielfältige Sparten, vielfältige Begegnungen

In der Sparte Literatur treffen wir Saša Stanišić und Susann Pásztor genauso wie Selfpublisherin und Literaturpreis-Ruhr-Preisträgerin Lütfiye Güzel, die zur Begegnung mit sich selbst einlädt. In der Sparte Musik geben sich Richard Wagners „Die Walküre“ und Milli Häuser, die Titel des legendären US-Pianisten Thelonious Monk neu arrangiert, die Klinke in Hand. Reichlich Akzente-Erfahrung haben die seit 2002 in Duisburg beheimateten Tänzer Avi Kaiser und sein Partner Sergio Antonino – in diesem Jahr ist ihr Kaiser Antonino Dance Ensemble gleich mit zwei Performance-Premieren im Programm. In “Animale sociale – Ein stummer Dialog” binden die Künstler Skulpturen aus dem Museum DKM in ihre Choreografie ein. Begegnungen schaffen sie mit “Ein neuer Wind”, bei dem das Publikum Teil der Bühnenshow aus Musik, Tanz und Schauspiel wird.

Begegnungen im Labyrinth

Und auch an bildender Kunst fehlt es nicht. Mit mehreren Ausstellungsformaten gehen die Akzente mitten in die Stadt, ins Museum oder auch in die Stadtteile. Ein Beispiel: “El Laberinto del Cuco – Das Labyrinth des Kuckucks”, das die katalanische Compagnie Itinerania gemeinsam mit dem Underground-Comic-Künstler Francesc Capdevila Gisbert (Max) an der Kulturkirche Liebfrauen realisiert. Das begehbare Labyrinth aus großformatigen Comics bezieht die Besucherinnen und Besucher mit ein, statt sie nur als Publikum zu betrachten. Und so begegnen die Festivalgäste den Künstlerinnen und Künstlern in allen Formaten immer wieder hautnah – mal intensiv, mal flüchtig.

Die Duisburger Akzente gibt es bereits seit 1977. Alljährlich setzt sich das Programm mit wechselnden gesellschaftlichen oder kulturpolitisch aktuellen Themen auseinander, mittels Theater, bildender Kunst, Literatur, Wissenschaft und Crossover-Projekten. Neben städtischen Produktionen werden immer auch Projekte freier Künstlerinnen und Künstler einbezogen, nicht nur aus Duisburg.