Parks und GärtenHoeschpark
Vergleichbar dem Dortmunder Volkspark forderte man eine ähnliche, jedoch mehr an den neuen Erfordernissen des Sports orientierte Anlage. Anfang der 1930er Jahre war zudem durch den damaligen Hoesch-Vorstandsvorsitzenden Fritz Springorum der Werksverein gegründet worden, der schon bald über unzureichende Trainingsmöglichkeiten klagte. Realisiert wurde der werkseigene Park ab 1938. Trotz Krieg konnte der Park 1941 fertiggestellt werden. In einem ersten Bauabschnitt entstand eine axial ausgerichtete gärtnerische Gesamtanlage mit zwei Kampfbahnen - eine mit Laufbahn und eine mit Radrennbahn -, vier Aschen- und Rasenplätzen sowie mehreren Tennisplätzen und einem Schießstand. Die Parkbauten wie z.B. die Eingangsgebäude wurden dem Architekturgeschmack der Nationalsozialisten entsprechend im damaligen Heimatstil errichtet.
Umwandlung zur Freizeitanlage
Aber erst nach dem Krieg erlebte der Park seine Blütezeit. Im Zuge des Wiederaufbaus durch die Hoesch AG wurde versucht, den braunen, militärischen Charakter des Parks durch die Umwandlung in eine Freizeitanlage zu beseitigen. Dazu wurde 1951 das Freibad "Stockheide", ein Kindergarten, Spielplätze, Planschbecken und ein Tennisheim errichtet. Gastronomie und eine Tierschau mit Vogelvolieren sorgten dafür, das der Park zunehmend zu einem Ausflugsziel wurde. In den 1950er Jahren fanden hier Radrennen, Boxkämpfe, die Weltmeisterschaften der Rollschuhläufer, Gesangsveranstaltungen und Auftritte des Dortmunder Stadttheaters z.B. anlässlich der Veranstaltung "Hoeschpark in Flammen" statt und sorgten für immer neue Besucherrekorde. Aber schon bald sanken die Besucherzahlen durch das sich verändernde Freizeitverhalten in den 1960er Jahren.
Nachdem Hoesch den Park lange Jahre unterhalten hatte - bis 1993 wurde noch ein am Ende eher symbolisches Eintrittsentgelt von 10 Pfennig erhoben - wurde vom neuen Unternehmen Krupp-Hoesch Mitte der 1990er Jahre aus Kostengründen die Pflege der Anlage aufgegeben. Der Erhalt konnte dann aber durch einen Pachtvertrag mit einem gemeinnützigen Sportstättenbetreiber gesichert werden.
Heute wird zum Parkfest eingeladen
Seit Mitte 2004 gehört der Hoeschpark der Stadt Dortmund. Damit wurde ein wichtiger Schritt getan, den Park wiederzubeleben. So erfolgte im Februar 2005 die offizielle Gründung des gemeinnützigen Vereins "Freundeskreis HOESCHPARK e.V." , der neben anderen Veranstaltungen jährlich ein großes Parkfest feiert. 2006 wurde die Multifunktionsanlage (ehem. Radrennbahn) durch den Baseball-Verein "Dortmund Wanderers" eingeweiht. In Teilen wurde der Hoeschpark außerdem unter Denkmalschutz gestellt.
ÖPNV
Von Dortmund Hbf (Nordausgang) mit Bus 456 bis "Hoeschpark"
Nächste Termine
keine
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