Museen

LWL-Museum für Archäologie und Kultur

Europaplatz 144623 Herne

Nicht nur die Augen ansprechen, sondern alle Sinne: Archäologie wird im LWL-Museum in Herne nicht als "tote Sache", sondern als lebendige Erinnerung vermittelt. In einer unterirdisch angelegten Grabungslandschaft sieht man, dass Archäologie sehr viel mehr ist als bloßes Sammeln von Scherben und Knochen. Fragestellungen und Methoden, die zu einer modernen Wissenschaft gehören, werden transparent gemacht. Archäologen werden als Detektive der Vergangenheit, die sich auf spannende Spurensuche begeben, vorgestellt.

Bekanntes neu und anders entdecken: Im Rahmen von Wechselausstellungen wurde zum Beispiel ein Mittagstisch für verschiedene Epochen anders gedeckt und mit dem bestückt, was gerade in der jeweiligen Zeit üblicherweise gekocht und gegessen wurde. Erstaunen, Appetit oder gar Ekel: Die Vergangenheit wird in Herne emotional erlebbar präsentiert.

In der Dauerausstellung führt ein Steg wie auf einer richtigen Ausgrabung durch den chronologisch angelegten Rundgang, vobei an Gräbern und Brunnen im Boden, durch ein Erdwerk der frühen Bauern und eine Kirche der ersten Christen, in eine Höhle und in eine Stadt. Der Blick über regionale Grenzen hinaus erschließt Zusammenhänge: In der Wand öffnen sich Fenster in zeitgleiche Vorgänge jenseits von Westfalen - zu den ägyptischen Pyramiden oder der Entdeckung Amerikas.

Existenzielle Bedürfnisse von Höhlenbewohnern

Archäologie ist keine Geschichte "von gestern": Der Schmuck im Grab einer Frau, die 500 v.Chr. gestorben ist oder der Puppenkopf im Bombenschutt des Zweiten Weltkriegs - die Exponate erzählen die Geschichte der Menschen in Westfalen von der Steinzeit bis heute. Die Archäologen öffnen den Horizont noch weiter. In vier Grabungszelten inszenieren sie vier existenzielle Bereiche menschlichen Lebens: Klima, Zeit, Schrift und Sexualität.

Nächste Termine

keine

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