Halle ausschließlich für Kunstausstellungen geeignet
KulturzentrenFlottmann-Hallen
Gegründet hatte Heinrich Flottman seinen Betrieb 1869 in Bochum, wo er u.a. druckluft- und dampfbetriebene Stoß- und Gesteinsbohrmaschinen entwickelte. Nach Zerstörung seines Werkes durch einen Brand zog er nach Herne um und errichtete auf freiem Feld eine neue Fabrik. Als 1908 der Neubau einer Schmiede, Schlosserei, Ausstellungs- und Versandhalle notwendig wurde, beauftragte Flottmann die Architekten Schmidtmann und Klemp. Aus ihrer Zeichenfeder stammt der symmetrisch gegliederte, fünfschiffige Baukörper an der Flottmannstraße. Er verbindet die Formensprache des ausklingenden Jugendstils Darmstädter Richtung mit sachlicher Strenge und Monumentalität.
Als die Abrissbirne drohte
An der ersten Mechanisierungswelle im deutschen Steinkohlenbergbau hatten Flottmans Druckluft-Abbauhämmer wesentlichen Anteil. Wurden vor dem Ersten Weltkrieg mit ihrer Hilfe gerade einmal 2% der Kohle maschinell gewonnen, waren es 1932 bereits 97%. Nach 1945 warteten neue Aufgaben auf den Betrieb. Handelsbeziehungen mussten neu geknüpft, Maschinen und Produktionsstätten modernisiert werden. Auch in den folgenden Jahrzehnten konnten sich die Flottmann-Gewinnungsmaschinen auf dem Markt behaupten. 1983 zog der Betrieb ein zweites Mal um - eine Gefahr für die ausgedienten Fabrikgebäude: die Abrissbirne drohte. Aber der Trakt an der Flottmannstraße wurde als denkmalschutzwürdig eingestuft und so im letzten Moment gerettet. Umgebaut und renoviert ist er heute ein weit über Herne hinaus bekanntes und beliebtes Zentrum für Kunst, Musik, Theater und Sport.
Räume zur Vermietung
5 Räume


