Gut tagesbelichteter Raum über 2 Treppen zu erreichen. Ein großes Fenster bietet einen schönen Blick hinunter in die Schachthalle. Der Raum ist auch über einen Aufzug zu erreichen.
HallenFörderturm Bönen
Der Architekt des Förderturms über Schacht 4, Alfred Fischer, zählt neben Fritz Schupp zu den wichtigsten Industriebau-Architekten im Ruhrgebiet. Er war von 1911 bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1933 Leiter der Kunstgewerbeschule in Essen (später Folkwangschule).
Architektonisches Vorbild
Der Förderturm gilt heute als bedeutendes Dokument der architekturgeschichtlichen Entwicklung im Industriebau der 1920er Jahre. Er verkörpert den Übergang zum Funktionalismus und wurde zum Vorbild der meisten modernen Fördertürme. Der Kulturhistoriker Roland Günter beschreibt die Wirkung dieses ersten nicht als Hammerkopf, sondern als Kubus errichteten Turmes so: "In avantgardistischer Zeichen-Gebung erhält er steile Fenster-Bänder. Sie brechen seine Mitte und vor allem seine Ecken auf (...). Diese Gestaltung gibt dem Turm eine große Geste, eine gewaltige Dynamik und eine Ausstrahlung in den Luft-Raum."
Als einzig verbliebenes Relikt der Schachtanlage, die bis 1981 Kohle förderte, ist der Förderturm heute bis zu einer Höhe von 55 Meter im Innenraum über Treppen begehbar. Er wird in der Höhe durch verschiedene Zwischenebenen gegliedert. Jede dieser Ebenen vermittelt dem Besucher eine besondere, einzigartige Atmosphäre. Neben einer einzigartigen Industriearchitektur bietet der Turm auch einen eindrucksvollen Blick aus luftiger Höhe über die Hellweg-Region und das östliche Ruhrgebiet. Betrieben wird das Industriedenkmals seit 2003 von einer Bürgerstiftung, die von der Gemeinde Bönen, örtlichen Unternehmen und dem Städte-Netzwerk NRW unterstützt wird.
Der Förderturm als "Leuchtturm"
Seit dem Jahr 2000 ist der Turm als "Ostpol" auch Teil des Kunstprojektes "Yellow Marker" des Licht-Künstlers Mischa Kuball. Zusammen mit seinem westlichen Pendant, dem Förderturm von Rossenray am Niederrhein ("Westpol") definiert der Künstler die 80 Kilometer voneinander entfernt liegenden Fördertürme als "Leuchttürme" mit weithin sichtbaren Positionsleuchten. "Yellow Marker" setzt dabei nicht nur Akzente auf Ost- und Westpol, sondern bezieht sich auch auf die von Richard Serra geschaffene "Bramme für das Ruhrgebiet" auf der Schurenbachhalde in Gelsenkirchen. In gedachter Luftlinie einer Ost-West-Achse schneidet die Lichtgestaltung Kuballs die von Serra gewählte Nord-Süd-Achse.
Begegnungstätten der Generationen
Doch der Turm ist nicht nur schön anzusehen. In seinem Innern darf auch gerockt werden. Er ist ein beliebter Veranstaltungsort für die Reihe "Klangkosmos" Weltmusk, wird "belesen" beim Festival Mord am Hellweg. Hier gibt es für Jung und Alt Interessantes zu hören und zu sehen!
ÖPNV
Von Unna oder Hamm mit RegionalExpress RE 7 / RE13 bis Bönen, dann ca. 20 Minuten Fußweg
Weitere Ausflugtipps in der näheren Umgebung:
Siedlung Zechenstraße: Arbeitersiedlung der Zeche, die gleichzeitig mit Schacht 3 errichtet wurde.
Siedlung Borgholzstraße: Größte der Bönener Zechensiedlungen, errichtet zwischen 1905 und 1912.
Fröhliche Morgensonne: Das kleinste private Stollenmuseum der Welt. Vorherige Anfrage unerlässlich.
Horst Höfer
Stockumer Wiese 4,
Fon 0 23 08 | 4 79
Räume zur Vermietung
2 Räume
Die großen Stützen der Stahlkonstruktion aus den 20er Jahren bieten mit dem Schachtgerüst ein beindruckendes Ambiente.
Die Räume im Förderturm werden auch für Privatfeiern genutzt. Der Förderverein bietet Führungen in den Turm an. (Die Aussicht auf 55m ist wirklich gut.)


