Empore mit zusätzlichen 80,00 m²,
Lichtanlage an motorisierter Traverse,
PA-Anlage für Sprache und Hintergrundmusik
Sonstige EinrichtungenSchon zu Beginn der 70er Jahre fanden in einzelnen Arbeitsräumen auch Ausstellungen statt. Zahlreiche Aktivitäten machten die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 schnell zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Herne und fanden überregionale Beachtung. Zur Zeit werden im Laufe des Jahres sechs Ausstellungen gezeigt.
Das Engagement der Künstlerinnen und Künstler für ihre Ateliers hat das Kauengebäude in den letzten Jahrzehnten vor drastischen baulichen Veränderungen bewahrt. Die Vermietung der vorhandenen Atelierräume sowie der ehemaligen Weiß- und Schwarzkaue für Ausstellungen sowie Veranstaltungen sichern auch in der Zukunft eine sinnvolle Nutzung des erhaltenswerten Zechengebäudes.
Tragische Geschichte
Die Vorgeschichte von Schacht 2 beginnt mit einem tragischen Vorfall: Am 25. Juli 1875 ereignete sich auf Schacht 1 eine Schlagwetterexplosion, bei der sieben Bergleute den Tod fanden. Die Bergbehörde forderte daraufhin die Anlage eines zweiten Schachtes, um die Wetterverhältnisse zu verbessern. Dieser Auflage kam man zunächst nach, indem man 1877 eine untertägige Verbindung zu Schacht 3 der Zeche Consolidation schuf. Die Zusammenarbeit mit dem Bergwerk Consolidation währte allerdings nur vier Jahre und deshalb wurde nach Auflösung der Betriebsgemeinschaft die Frage des zweiten Schachtes wieder aktuell.
Er wurde 1881 etwa 700 Meter nordöstlich von Schacht 1 abgeteuft und nahm 1885 die Förderung auf. Eine Kettenbahn verband die Anlage mit Schacht 1, wo die Kohlen verladen wurden. Auf beiden Anlagen zusammen konnten nun zum ersten Mal mehr als 200.000 Tonnen Kohle gefördert werden. 1903 ging direkt neben Schacht 2 ein dritter Schacht in Betrieb. Ab 1907 übernahm er die gesamte Förderung der Anlage 2/3. Schacht 2 diente nur noch als Wetterschacht. Die Kohleförderung auf Unser Fritz 2/3 wurde allerdings bereits im Dezember 1925 im Zuge des großen Rationalisierungsprogramms im gesamten Ruhrbergbau wieder eingestellt.
Das Fördermaschinenhaus von Schacht 3 wurde im Januar 2009 nach etwa eineinhalbjähriger Bauzeit als sanierte Ausstellungs- und Veranstaltungshalle eröffnet. Damit ist die Künstlerzeche zu einem kulturellen Zentrum von überregionaler Ausstrahlung geworden.
Die Künstlerzeche liegt am Gahlenschen Kohlenweg. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 erinnerten Werke zeitgenössischer Kunst an die vor 250 Jahren erschlossene Kunststraße. Sie erinnerten auch an die Aufenthaltsorte der Fuhrleute (Zollstationen, Herrenhäuser, Gasthäuser, Brücken, Überführungen). Sie ermöglichten den Blickwechsel auf eine wichtige, vom Material Kohle geprägte Region und machen den alten Transportweg im öffentlichen Raum wieder bewusst.
ÖPNV
Von Wanne-Eickel Hbf mit Bus 312 oder 342 bis "Steinhausenstraße"
2 Räume
Empore mit zusätzlichen 80,00 m²,
Lichtanlage an motorisierter Traverse,
PA-Anlage für Sprache und Hintergrundmusik