Historischer Maschinenraum mit kleiner Dampfmaschine an einer Raumseite. Treseneinbau vorhanden.
MuseenLWL-Museum Zeche Hannover
Am Beispiel der Zeche Hannover, die auf dem platten Land entstand, zeigt das Westfälische Industriemuseum, wie sich die Landschaft durch den Einzug der Großindustrie und den nachfolgenden Siedlungsbau veränderte, wie sich daraus soziale Spannungen und Auseinandersetzungen ergaben. Diese Entwicklungen werden seit einigen Jahren durch groß angelegte Dauer- und Wechselausstellungen aufgezeigt.
Neue Technik führt zum Erfolg
Im Jahr 1856 hatte die Hannoversche Bergwerksgesellschaft die Grubenfelder in der Bürgermeisterei Hordel erworben und eine Doppelschachtanlage angelegt: zwei Malakowtürme mit einem dazwischen liegenden Maschinenhaus. Zwei Jahre nach Förderaufnahme, 1872 kaufte Alfred Krupp (1812 - 1887) die bis dahin unbedeutende Zeche und baute sie zu einem leistungsfähigen Betrieb aus. Zum Werksdirektor (bis 1889) wurde Friedrich Koepe ernannt. Mit seinem Namen verbindet sich ein neues Förderverfahren, das sozusagen eine Revolution in der Bergbautechnik darstellte und nach ihm benannt wurde. Koepe ersetzte die bis dahin übliche Trommel, auf der das Seil aufgewickelt wurde, durch eine Treibscheibe. Durch die Reibung zwischen Seil und Scheibe wurden die an den Seilenden hängenden Förderkörbe auf und ab bewegt. Um das Seilgewicht auszugleichen hing ein Unterseil unter den Körben. Die erste Maschine dieser Art, die Koepe 1878 für Schacht 1 baute, ist nicht erhalten. Wohl steht aber im Maschinenhaus eine Dampffördermaschine, welche die erste Koepe-Maschine ersetzte. Als Trommelfördermaschine 1892 gebaut wurde sie 1913/14 auch zu einer Koepe-Maschine umgebaut.
Zeche Knirps für Kinder
Sand und Kies statt Kohle abbauen, das können Kinder unter Betreuung von Museumspädagogen in der "Zeche Knirps", einem voll funktionstüchtigen Kinderbergwerk. Kinder lernen hier spielerisch die Arbeit in einem Bergwerk kennen. Dabei haben sie jede Menge Spaß und lernen außerdem noch etwas über Teamwork und darüber, wie wichtig die Kommunikation untereinander ist.
ÖPNV
Von Bochum Hbf oder Wanne-Eickel Hbf mit Bus 368 bis "Hannoverstraße";
von Wattenscheid-Höntrop S-Bf mit Bus 390 bis "Röhlinghauser Straße";
von Herne Bf mit Bus 390 bis "Dahlhauser Straße" (jeweils 5 Minuten Fußweg)
Räume zur Vermietung
1 Raum


