Love, Peace und deepe Grooves
Auch wenn die Temperaturen an diesem Wochenende nicht karibisch anmuten: Das letzte Ferienwochenende gehört im Ruhrgebiet mit gleich zwei Festivals dem Sound des Reggae und Dub.

Dub-Sound an der Emscher
Diesmal dauerte es nur ein Tag. Zum zweiten Mal, dafür aber kürzer als bei der Premiere 2024, bespielten die Macher des kleinen, aber feinen Jabbadubbadoo-Festivals das neugestaltete Emscherland zwischen Henrichenburg und Castrop-Rauxel. Mit Blick über Emscher und Kanal präsentierten sich hier drei Soundsysteme aus Duisburg, Dortmund und Wuppertal und errichteten ihre typischen, selbstgebauten wandgroßen Lautsprecheranlagen nach jamaikanischem Vorbild. Dub Reggae ist die vorherrschende Musik-Richtung, etwas langsamer, etwas chilliger als die Dancehall-Variante, “fast schon meditativ”, wie André Ruhmann, einer der Köpfe des Dortmunder Sightiva-Soundsystems findet. Aber die fortwährenden rollenden Bässe dominieren natürlich auch hier. Dazu: Ein Tag mit Gemeinschaft, gutem Essen, umgeben von der “wunderbaren Natur” der neu gestalteten Emscher: “Das zaubert allen ein Grinsen aufs Gesicht”, verspricht Ruhmann.

Dancehall an der Ruhr
Ganze drei Tage verwandelte sich die Ruhrwiese zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg in eine große Reggae-Zelt-Landschaft. Dass die A40 fast über die Köpfe der Community des Ruhr Reggae Summers hinwegrollt: egal! Die Bässe bestimmten auch hier das Geschehen. Das Line-Up ist hochkarätig und versprach unter anderem Begegnungen mit Julian und Ki-Mani, den namhaften Söhnen des Reggae-Übervaters Bob Marley. Neben Musik steht auch hier die Gemeinschaft im Fokus, Yoga-Gruppen, Awareness- und Kinderprogramm inklusive.