Regionale Kulturförderung: 150.000 Euro für 16 spannende Projekte in 2026
Das Festival Blaues Rauschen, das Welttheater der Straße Schwerte oder die Nacht der Lichtkunst – ohne Fördergelder wären Festivals und Projekte der freien Szene gar nicht zu stemmen. 16 Projekte können sich jetzt über Unterstützung freuen: Die Gelder der Regionalen Kulturförderung sind vergeben worden.

150.000 Euro stellt der Regionalverband Ruhr (RVR) in diesem Jahr wieder für ausgewählte Kulturprojekte in der Region zur Verfügung − nochmal 15.000 Euro mehr als im Vorjahr. Gedacht ist das Programm der Regionalen Kulturförderung als „I-Tüpfelchen“ für Projekte, die ihre Finanzierung auf eine breite Basis stellen. Mit Summen zwischen 5.000 und 10.000 Euro ergänzt der RVR die Gesamtfinanzierung der Projekte.
Festivals für das Ruhrgebiet
Im Fokus stehen Kulturprojekte mit deutlichem Ruhrgebietsbezug und regionalem Anspruch. Kooperationen und Netzwerke, städte- oder auch genreübergreifende Konzepte sind gefragt. Im Ruhrgebiet hat das schon Tradition − das zeigt auch die aktuelle Förderliste, denn hier stehen so etablierte Formate wie das experimentelle analog-digitale Festival Blaues Rauschen in Essen, Dortmund, Bochum, Witten, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim und Duisburg, die stadtübergreifende 9. Nacht der Lichtkunst im östlichen Ruhrgebiet (Ahlen, Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Hamm, Lippstadt, Lünen, Soest, Unna), das renommierte Welttheater der Straße in Schwerte und Bochum oder das gegen jede Form der Ausgrenzung gerichtete PENG Festival in Essen. Sie alle werden 2026 mit je 10.000 Euro unterstützt.
Hilfe beim Neustart
Für das blicke filmfestival des Ruhrgebiets bedeutet das Jahr 2026 einen Neustart. Nach dem Wegfall von Landesfördermitteln hatte sich das Festival im vergangenen Jahr neu aufgestellt. Mit einem gestärkten regionalen Profil, mehr Spielorten und der Öffnung für audiovisuelle Medienkunst soll das traditionsreiche Filmfest fit für die Zukunft werden. Dabei unterstützt die Regionale Kulturförderung mit 10.000 Euro.
Neue Ideen fördern
Und auch neue Formate profitieren von der Regionalen Kulturförderung: So bewilligte der RVR 10.000 Euro für das Projekt “Non-Zyklopädie”, ein künstlerisch-digitales Projekt zur oberschlesischen Sprache. Aus kollektiven Einträgen aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien soll eine Art offenes, länderverbindendes Archiv entstehen. Auch die neuen “Tanzräume on stage” werden mit 10.000 Euro unterstützt. Mit dem Projekt soll ein kontinuierliches und städteübergreifendes Tanz- und Performanceprogramm in Hagen und Schwerte etabliert werden.
Insgesamt waren für das aktuelle Förderjahr 52 Anträge eingegangen. Eine Interfraktionelle Arbeitsgruppe hatte eine Auswahl zur Förderung empfohlen, die Bewilligung lag ausnahmsweise in der Hand des RVR-Regionaldirektors. Die Verbandsversammlung hatte das Vorgehen aufgrund der Kommunalwahl 2025 und der daraus resultierenden sitzungsfreien Zeit im 2. Halbjahr 2025 beschlossen. Informationen zur Regionalen Kulturförderung stehen hier, die Vorlage aus dem RVR-Ausschuss hier.