Dortmunder Museum erzählt Geschichte des Konsums

Dortmund (idr). Acht Jahrhunderte Alltagskultur beleuchtet die neue Sonderausstellung "Konsum", die am 5. Juli im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund startet und ein Jahr lang läuft. Anhand von rund 500 Exponaten erzählt die Schau, wie sich Besitz, Konsum und Alltagskultur verändert haben. Zu sehen sind kuriose und schöne Dinge, bekannte und fast vergessene Objekte: vom schmucklosen Tonkrug bis zum 70er-Jahre-Aschenbecher, von Uromas Küchenherd bis zum zeitlosen Zippo, vom schwarzen Bakelit-Telefon bis zum futuristischen Fernseher. Leitobjekt ist der Schrank als Sinnbild für wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel.

 

Die Ausstellung thematisiert die Entwicklungen, die dazu geführt haben, dass Menschen heute über eine solche Fülle von Dingen verfügen – und sie hinterfragt, warum wir so abhängig von ihnen sind. Im 17. und 18. Jahrhundert entstand die dynamische Konsumkultur, angefacht von technischem Fortschritt und der Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen im Kolonialismus. Ein Quantensprung war die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der Beginn der Massenproduktion. Seit dem 20. Jahrhundert sind Auswahl, Erwerb und Verbrauch von Dingen zu einem zentralen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Konsum prägt seitdem den Alltag ebenso wie das Selbstbild.

 

Informationen: konsum-mkk.de

Pressekontakt: Stadt Dortmund, Silke Hempel, Telefon: 0231/50-19244, E-Mail: shempel@stadtdo.de