K. Ein talmudisches Tingeltangel rund um Kafkas „Prozess“
Fr. 12/06/26
19:00 Uhr
- 22:00 Uhr
Marl
Theater Marl
Am Theater 1
45768 Marl
Fon +49 (0) 23 65 / 992621
K. Ein talmudisches Tingeltangel rund um Kafkas „Prozess“
nach Franz Kafka
mit Musik von Bach über Schumann bis jiddischem Vaudeville
Regie: Barrie Kosky
Berliner Ensemble
Opernregisseur Barrie Kosky, ehemaliger Intendant der Komischen Oper Berlin, nimmt sich das Werk und das Leben Franz Kafkas vor. Und heraus kommt etwas ganz und gar Schillerndes: eine für das Theater neue Sicht auf den Jahrhundertautor Kafka, die musikalisch begeistert, die Spaß macht und voller neuer Erkenntnisse steckt. Mitreißend, komisch, vielschichtig und irritierend.
Sein ganzes Leben hat Franz Kafka mit der Frage gerungen, was sein Jüdischsein für ihn bedeutet. Aufgewachsen in einer assimilierten Familie verband er die sporadischen Synagogenbesuche eher mit Zwang. Die religiösen Regeln, ihre Auslegungen und Erzählungen befremdeten ihn mindestens genauso, wie sie ihn faszinierten. Kaum verwunderlich, dass es vielmehr die jüdische Kultur, die Kunst, genauer gesagt das Theater in jiddischer Sprache war, welches Kafka den ersten Anstoß gab, sich dem Judentum zu nähern.
Im Herbst 1911 besuchte Kafka regelmäßig die Aufführungen einer ostjüdischen Theatergruppe. Ihre tragikomische Erzählweise, die Vermischung von Gesang, Tanz, Drama und der selbstverständliche Umgang mit dem Jiddischen beeinflussten nachweislich sein Schreiben. Vor diesem Hintergrund inszeniert Barrie Kosky Kafkas berühmtesten Roman „Der Prozess“ und weitere Texte als Auseinandersetzung mit Kafkas Judentum auf Deutsch, Jiddisch, Hebräisch, jeweils mit deutschen Untertiteln, und – natürlich – mit viel Musik. Und mit einem fantastisch spielfreudigen und musikalisch hochkarätigen Ensemble rund um die Schauspielerin Kathrin Wehlisch im Zentrum als K. Jiddisches Vaudeville-Theater, mit Slapstick, Tanz, Witz und Musik, eine rasante Revue, ein schwindelerregender Bilderreigen. Zum Lachen und zum Fürchten. Nach dem gefeierten Gastspiel von Barrie Koskys Inszenierung von Brecht/Weills „Dreigroschenoper“ 2022 verspricht „K.“ einen weiteren Höhepunkt im Programm der Ruhrfestspiele.
„Barrie Kosky gelingt im Berliner Ensemble mit ‚K.‘ ein Glanzstück über Leben und Werk Franz Kafkas.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Eintrittspreise:
Karten von 35 € bis 52,50 €
