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Lost and Found

Mo. 14/09/26
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Essen

Kunsthaus Essen
Rübezahlstraße 33
45134 Essen
Fon +49 (0)201 443313

Veranstaltungswebseite

Lost and Found. Plakat: Veranstalter

Lost and Found

Das Deutsch-Französische Kulturzentrum Essen e.V. und das Kunsthaus Essen e.V. laden Sie herzlich ein, um Ihnen die Ergebnisse des deutsch-französischen Austausch-Residenzprojekts der Fotografinnen Anne-Charlotte Moulard und Laura Pecoroni zu präsentieren.

Das Projekt entstand im Jahr 2023 im Rahmen eines Workshops im Kunsthaus Essen mit Expert*innen aus der Fotoszene der Partnerregionen Hauts-de-France und Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam legten wir den Grundstein für unsere deutsch-französische Künstlerresidenz. 2025 veröffentlichten das Kulturzentrum und DIAPHANE – Pôlephotographique en Hauts-de-France eine Ausschreibung und beriefen eine deutsch-französische Fachjury mit Stefanie Grebe (Ruhr Museum), Peter Miller (Folkwang Universität der Künste), Fred Boucher (DIAPHANE) und David Babin (DFKZ). Aus dem Prozess ging schließlich die Auswahl von Anne-Charlotte Moulard und Laura Pecoroni hervor. Die Bewerbungsportfolios wurden Ende desselben Jahres in der jeweiligen Gastregion ausgestellt. 2026 arbeiteten die beiden Fotografinnen im Rahmen ihrer Residenz in Essen (Kunsthaus Essen e.V.) beziehungsweise in Clermont (Maison DIAPHANE, Oise). Von dort aus erkundeten sie die jeweilige Umgebung der Residenzregionen.

In der Fremde mit der Orientierungslosigkeit konfrontiert zu sein, gehört zu den maßgeblichen Charakteristika einer Residenz. Unabhängig voneinander haben sich beide Künstlerinnen auf eine künstlerische Feldforschung begeben, um sich mit dem Vorgefundenen vertraut zu machen. Die Ergebnisse sehen wir in dieser Ausstellung, in der das aufmerksame Beobachten, das fotografische Festhalten, die Tonaufnahme sowie das künstlerische Sichtbarmachen zum Werkzeug werden, um dem drohenden Verloren-Sein die Entdeckung gegenüberzustellen: Lost & Found.

Laura Pecoronis Arbeiten untersuchen Orte und Landschaften, denen oftmals kein System mehr auferlegt ist. In diesen Zwischenräumen scheint der Mensch auf den ersten Blick abwesend zu sein. Hinterlassenschaften widerlegen diese Annahme und werden zu Fragmenten einer Welt, in der wir uns alle bewegen und unsere Spuren hinterlassen. Ihre Residenz in der Hauts-de-France Region (Clermont, Oise) war überwiegend von der extremen Hitzewelle geprägt. Sieverwarf ihre gewohnte Arbeitsweise, verlagerte ihren Tagesrhythmus in die frühen Morgen- und späten Abendstunden und beschränkte ihre Wege auf die unmittelbare Umgebung ihres Aufenthaltsortes. Die Fragestellung, wie sich eine so extreme Hitzewelle in fotografische Bilder übersetzen lässt, gab den Anstoß für die Arbeit Cruel Summer. 
Laura Pecoroni (*1995, Heidelberg) lebt und arbeitet in Essen und Heidelberg. Sie ist gelernte Grafikerin (2014) und studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Mannheim (2021). Derzeit studiert sie an der Folkwang Universität der Künste im Masterstudiengang Photography Studies and Practice (seit 2022). Ihre Fotografie versteht sie als Prozess, der sich im ständigen Wandel befindet.

Anne-Charlotte Moulard ist eine Künstlerin und Regisseurin, deren Arbeit die Grenzen zwischen Fotografie, Film und Dokumentarfilm erkundet. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Emotionen und Erinnerungen unsere Wahrnehmung der Welt prägen. Ihre bunten und kontrastreichen Bilder spiegeln ihre Vorliebe für traumhafte Welten wider. Für ihre Residenz in Essen ließ sich die Künstlerin von der engen Verbindung der Stadt zu den Essener Filmkunsttheatern inspirieren und betrachtete das Kino als ein Theater des Alltags, auf dessen Bühne die Zuschauer*innen zu Protagonist*innen werden. Die Innenräume der Kinos werden fotografisch festgehalten, die Gäste interviewt, während die gefilmten Aufnahmen im Außenraum die Stadt in einen fiktionalen Spielort verwandeln. Diese „mise en abyme“ spiegelt sich in ihrer in der Ausstellung präsentierten Arbeit Das Kino des Lebens wider.
Anne-Charlotte Moulard wurde in Paris und London ausgebildet (Penninghen, Les Gobelins, Central Saint Martins und ENS Louis-Lumière) und entwickelt seit fast zwanzig Jahren einen eigenen künstlerischen Ansatz, parallel zu ihren Auftragsarbeiten für renommierte Marken und Institutionen.

Vom 11.09.2026 bis zum 05.10.2026

Montags
von 16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Donnerstags
von 16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Freitags
von 16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Samstags
von 12:00 Uhr - 16:00 Uhr

Vernissage: 11.09.26 | 18 Uhr mit moderiertem Künstlerinnengespräch

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