"Unheimliche Verschiebungen": Eine Ausstellung rund um den Dortmunder Hauptbahnhof
Do. 24/09/26
11:00 Uhr
- 18:00 Uhr
Innenstadt Dortmund, Hauptbahnhof (verschiedene Orte)
"Unheimliche Verschiebungen": Eine Ausstellung rund um den Dortmunder Hauptbahnhof
Urbane Künste Ruhr verbindet mit der Ausstellung Unheimliche Verschiebungen künstlerische Reflexionen der Gegenwart mit Erkundungen zur Stadtentwicklung rund um den Dortmunder Hauptbahnhof. In insgesamt 15 Projekten setzen sich skulpturale, installative und performative Arbeiten sowohl abstrakt und als auch unmittelbar in Beziehung zu ihrer Umgebung.
Künstlerische Leitung: Britta Peters
Kuratiert von Alisha Raissa Danscher und Britta Peters
Einige der künstlerischen Arbeiten wurden im Rahmen des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr entwickelt. The Troubadour von Ari Benjamin Meyers ist eine Koproduktion von Urbane Künste Ruhr mit der Manifesta 16 Ruhr.
Künstler/innen:
- Ellinor Aurora Aasgaard & Zayne Armstrong,
- Anushka Chkheidze,
- Aleksandra Domanović,
- Kein schöner Archiv (Michael Annoff & Nuray Demir),
- Katrin Mayer,
- Ari Benjamin Meyers,
- Hans Ostapenko mit MNPL,
- Ziran Sha Pei,
- Joanna Piotrowska,
- Neda Saeedi,
- sakasaka,
- Silke Schönfeld,
- Transsolar,
- UH HUH HER,
- Driant Zeneli
Die Ausstellung Unheimliche Verschiebungen rund um den Dortmunder Hauptbahnhof, der diesjährige Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale, ist noch bis zum 4. Oktober 2026 zu sehen.
Die Finissage am 4. Oktober 2026 bildet mit einer Führung, einem Gespräch und einer Buchveröffentlichung den feierlichen Abschluss der erfolgreichen Ausstellung. Die Veröffentlichung des Buches Nicht im luftleeren Raum – Drei Ausstellungen von Urbane Künste Ruhr 2024–2026 wird durch ein Gespräch zwischen der künstlerischen Leiterin von Urbane Künste Ruhr, Britta Peters, und dem Architekten und Stadtforscher Theo Deutinger begleitet, der mit einem Essay im Buch vertreten ist. Im Vorfeld bietet eine Führung mit Britta Peters die Gelegenheit, die Arbeiten der Ausstellung und ihre jeweiligen Kontexte noch ein letztes Mal gemeinsam zu betrachten.
Das Programm zum Abschlusswochenende:
Sonntag, 4. Oktober 2026
11:00-18:00 Uhr: alle Ausstellungsstandorte geöffnet
14:30-16:00 Uhr: Führung mit Britta Peters
Treffpunkt: Ev. Stadtkirche Sankt Petri, Westenhellweg/ Petrikirchhof 1, 44137 Dortmund
Anmeldung: www.urbanekuensteruhr.de
Die Führung ist kostenfrei, in deutscher Sprache und dauert etwa 1,5 Stunden.
Warum haben wir den Dortmunder Hauptbahnhof als Ausgangspunkt für die Ausstellung gewählt und was heißt es, sich künstlerisch – abstrakt wie unmittelbar – mit der Umgebung und der Welt in Beziehung zu setzen? Zum Abschluss lädt die künstlerische Leiterin und Kuratorin Britta Peters zu einem Rundgang durch die Ausstellung Unheimliche Verschiebungen in Dortmund ein und ordnet sie in das Programm von Urbane Künste Ruhr ein.
16:00 Uhr: Booklaunch und Gespräch mit Theo Deutinger
Treffpunkt: Ev. Stadtkirche Sankt Petri, Westenhellweg/ Petrikirchhof 1, 44137 Dortmund
Veranstalter*in: Urbane Künste Ruhr und Ev. Stadtkirche Sankt Petri. Keine Anmeldung erforderlich.
Das Ruhrgebiet als postindustrielle Region im Westen Deutschlands ist ein reichhaltiger Ausgangspunkt für künstlerische Recherchen. Urbane Künste Ruhr besitzt keine eigenen Ausstellungsräume, sondern schreibt sich mit Projekten in unterschiedliche Kontexte ein. Die daraus entstehenden Ausstellungen berichten genauso viel über das Ruhrgebiet wie über Formen einer künstlerischen Beschäftigung mit der Gegenwart.
Das druckfrische Buch Nicht im luftleeren Raum – Drei Ausstellungen von Urbane Künste Ruhr 2024–2026 reflektiert die in den letzten drei Jahren zur Ruhrtriennale entstandenen Ausstellungen Landscapes of an Ongoing Past im Salzlager der Zeche Zollverein in Essen, Zwischen Erfinden und Erfassen im Duisburger Innenhafen und Unheimliche Verschiebungen rund um den Dortmunder Hauptbahnhof in neun Essays und zahlreichen Abbildungen.
Mit Texten von Yevgenia Belorusets, Alisha Raissa Danscher, Theo Deutinger, Anna Kloke, Carlos Kong, Britta Peters, Anna Polze, Mirjam Schaub, Nikolaj Schultz
Das Gespräch zwischen Britta Peters und Theo Deutinger, Architekt und Stadtforscher und Autor des Essays Neuduisburg, dreht sich um die Themen Ruhrgebiet, Stadtplanung und Kunst im öffentlichen Raum. Die Frage „Warum ist das Alte immer unten und das Neue oben?“ führt dabei unter die Oberflächen der regionalen Erzählungen.
Unheimliche Verschiebungen
Eine Ausstellung rund um den Dortmunder Hauptbahnhof
22.8.2026 – 4.10.2026
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag, 11:00-18:00 Uhr
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Mit Werken von Ellinor Aurora Aasgaard & Zayne Armstrong, Anushka Chkheidze, Aleksandra Domanović, Kein schöner Archiv (Michael Annoff & Nuray Demir), Katrin Mayer, Hans Ostapenko mit MNPL, Ziran Sha Pei, Joanna Piotrowska, Neda Saeedi, sakasaka, Silke Schönfeld, Transsolar, UH HUH HER, Driant Zeneli und The Troubadour von Ari Benjamin Meyers in Koproduktion mit der Manifesta 16 Ruhr
Künstlerische Leitung: Britta Peters
Kuratorinnen: Alisha Raissa Danscher und Britta Peters
Vertraute Lebensräume verändern sich, grundlegende Ordnungen verschieben und bedrohliche Ereignisse wiederholen sich: Das Unheimliche könnte als ein Zustand gelten, der die Grundstimmung der Gegenwart beschreibt. Während engagierte Wissenschaftler*innen disziplinübergreifend versuchen, Wege aus den globalen Krisen zu finden, vermischen sich im durch autoritäre Stimmen angeheizten Diskurs Gefühle von Angst und Verunsicherung mit Polemisierung, Verleugnung und Abwehr.
Die Ausstellung Unheimliche Verschiebungen widmet sich mit künstlerischen Mitteln ökologischen, sozialen und politischen Wechselwirkungen unserer Zeit. An Standorten rund um den Dortmunder Hauptbahnhof treten skulpturale, installative und performative Arbeiten mit ihrer Umgebung in Beziehung. Sie begegnen einer komplexen Gegenwart mit neuen Erfindungen, Neugier, Umsicht, Schönheit und melancholischen Analysen.
Anknüpfend an die Ausstellung Unheimliche Verschiebungen zeigt das Künstler*innenhaus Dortmund mit Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde 🔥 eine Gruppenausstellung, die als eine Ausstellung-in-der-Ausstellung verstanden werden kann. Junge regionale, europäische und ukrainisch-diasporische Positionen, die einen besonderen Schwerpunkt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der Erde als fruchtbarem Boden und Ökosystem ebenso wie als (Unter-)Grund legen, auf dem Gemeinschaft und Spaltung entstehen.
Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde🔥
Eine Ausstellung des Künstler*innenhauses Dortmund in Kooperation mit Urbane Künste Ruhr
22.8.2026 – 4.10.2026
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag, 11:00-18:00 Uhr
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Mit Werken von Valentin Bansac und Alice Loumeau (MATTERS.xyz), Lisa Biletska, Viktor Brim und Emerson Culurgioni, Anna Charlotte Frevel, Paul Granjon, Lina Kusaite, Margo Zālīte
Kurator*innen: Natalia Matsenko, Lex Rütten, Jana Kerima Stolzer, Yuri Yefanov
Theo Deutinger (*1971) arbeitet in den Bereichen Raumwissenschaft, Stadtplanung, Architektur und Kuration. Bekannt ist er für seine raumtheoretischen Schriften über die Transformation der europäischen Stadtkultur sowie für Publikationen wie Handbook of Tyranny und All About U.S.. Deutinger ist Mitbegründer der Kunst- und Architektur Biennale minus20degree sowie Gründer und Leiter von The Department, einer Praxis für visuelle Analytik, Design und Forschung. Seine Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem im Storefront for Architecture, im Schweizerischen Architekturmuseum, und in der Fondazione Prada.
Urbane Künste Ruhr – über uns
Urbane Künste Ruhr ist eine vielgestaltige, dezentrale Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet. Neben Ruhrtriennale, Tanzlandschaft Ruhr und Chorwerk Ruhr ist Urbane Künste Ruhr Teil der Kultur Ruhr GmbH mit Sitz in Bochum, deren Gesellschafter und öffentliche Förderer das Land Nordrhein-Westfalen und der Regionalverband Ruhr sind.
Das vollständige Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.urbanekuensteruhr.de.
Veranstalterdaten:Urbane Künste Ruhr / Ruhrtriennale
Eintrittspreise:
Eintritt frei
Vom 22.08.2026 bis zum 04.10.2026
von 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
von 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
von 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
von 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
von 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ausstellung im Stadtraum
Rahmenprogramm:
Auf folgende Veranstaltungen möchten wir noch einmal gesondert hinweisen:
Tag des offenen Denkmals
Multiple Koexistenzen- Stadtkirchen als offene Räume für unterschiedliche Nutzungen
Gespräch mit Ania Corcilius (Kuratorin und Künstlerische Leitung des Projekts St Maria als…), Mariette Dölle (Direktorin Museum Oude Kerk Amsterdam), Amdrita Jakupi (Künstlerin und Roma-Aktivistin), Britta Peters (Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr) und Christel Schürmann (Pfarrerin und Geschäftsführerin Ev. Stadtkirche Sankt Petri)
Datum: Sonntag, 13. September 2026
Zeit: 16 Uhr
Ort: Ev. Stadtkirche Sankt Petri, Westenhellweg / Petrikirchhof 1, 44137 Dortmund
Die Ev. Stadtkirche Sankt Petri mitten in der Dortmunder Innenstadt lädt als offener Raum für die Stadtgesellschaft unabhängig von religiöser, konfessioneller oder gemeindlicher Bildung zu einer Vielzahl unterschiedlicher Formate ein. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sich Kirchen von innen heraus erneuern und für verschiedene Nutzungen funktionieren können. Im Gespräch gehen die Referent*innen der Frage nach, wie sich Kirchen jenseits des Modells der entweihten Kulturkirche für neue Funktionen und Begegnungen öffnen können. Ausgehend von historischen und zeitgenössischen Gemeinsamkeiten, genauso wie von Berührungsängsten und Unvereinbarkeiten, reflektieren sie das Verhältnis von Kirche, Kunst und Gesellschaft.
Veranstalterin ist Urbane Künste Ruhr und die Ev. Stadtkirche Sankt Petri.
Vor der Veranstaltung findet eine Altarwandlung statt.
Das Goldene Wunder. Der Antwerpener Altar in der Ev. Stadtkirche Sankt Petri
Datum: Sonntag, 13. September 2026
Zeit: 15 Uhr
Ort: Ev. Stadtkirche Sankt Petri, Westenhellweg / Petrikirchhof 1, 44137 Dortmund
Ein Altarretabel ist in christlichen Kirchen eine oft kunstvoll gestaltete Altarrückwand oder ein Aufsatz auf dem Altar. Das sogenannte Goldene Wunder in der Ev. Stadtkirche Sankt Petri in Dortmund ist solch ein beeindruckendes, von beiden Seiten verziertes und klappbares Objekt. Es befindet sich im Chor geschützt hinter einer Glaswand. Anders jedoch als in musealen Präsentationen, wird dieses Retabel bis heute mehrmals im Jahr zu unterschiedlichen Anlässen geklappt. Die Goldseite versteckte sich in den Sommermonaten hinter der Gemäldeseite. Im Rahmen der Veranstaltung wird diese sogenannte Festtagsseite wieder sichtbar gemacht. Dr. Niklas Gliesmann, Kulturhistoriker am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund, erläutert Material, Verarbeitung und Ikonographie des Goldenen Wunders. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmenden einen Einblick in den lebendigen Umgang mit dem mehr als ein halbes Jahrtausend alten Altarwerk.
Veranstalterin ist die Ev. Stadtkirche Sankt Petri.
26. Dortmunder DEW21 Museumsnacht - Electronic Shifts
Experimentelle elektronische Musik mit Anushka Chkheidze, Antonia Alessia Virginia Beeskow, Kerima + Normalmap. und The Troubadour
Datum: Samstag, 19. September 2026
Zeit: 19-23 Uhr
Ort: Ev. Stadtkirche Sankt Petri, Westenhellweg / Petrikirchhof 1, 44137 Dortmund
Poetische Sounds, musikalische Erkundungen und experimentelle Klangarchitekturen: Im Rahmen der Dortmunder Museumsnacht lädt Urbane Künste Ruhr zu einem vielfältigen Konzertprogramm in die Ev. Stadtkirche Sankt Petri ein. Verschiedene Künstler*innen der Ausstellung Unheimliche Verschiebungen sind live zu erleben, darunter die Künstlerin Anushka Chkheidze an der Orgel und die Künstlerin Antonia Alessia Virginia Beeskow.
Der Abend wird durch den Epilog zum Projekt The Troubadour von Ari Benjamin Meyers eröffnet. Der Troubadour, performt von der romni-britischen Singer-Songwriterin und Schauspielerin Riah Knight, reiste vom 10. August bis 10. September gemeinsam mit dem Assistenten The Juggler (Christian Löffel) einen Monat lang durch das Ruhrgebiet – von Bochum nach Dortmund, von Duisburg nach Essen. Ergänzend zu den musikalischen Versatzstücken, die Ari Benjamin Meyers bereits im Vorfeld der Langzeit-Performance für sie komponiert hat, schrieb Riah Knight neue melancholisch-humorvolle Lieder über ihre Reisen und übersetzt auf diese Weise ihre Erfahrungen in Musik.
Im Anschluss laden die Dortmunder Künstler*innen und DJs Kerima + Normalmap. zu klanglichen Erkundungen im und mit dem Kirchenraum ein. Eigens für die Kirche komponierte die georgische Künstlerin Anushka Chkheidze im Rahmen der Ausstellung Unheimliche Verschiebungen ein neues Stück und spielt im Rahmen der Museumsnacht ein Live-Konzert an der Orgel. Antonia Alessia Virgina Beeskow knüpft an ihre für die Ausstellung gemeinsam mit Lilli Lake entwickelte Sound Installation an und erforscht in ihrem Konzert Geräusche aus dem Untergrund der Stadt.
The Troubadour von Ari Benjamin Meyers ist eine Koproduktion von Urbane Künste Ruhr und der Manifesta 16 Ruhr im Rahmen der Ausstellung Unheimliche Verschiebungen.
Veranstalterin ist Urbane Künste Ruhr und die Ev. Stadtkirche Sankt Petri.
