2026 steht in den Startlöchern!

Das war’s. Tschüss 2025! Wir wollen an dieser Stelle gar nicht mit den zahl- und wortreichen Jahresrückblicken konkurrieren, nur so viel: Kulturell war’s ein spannendes, schönes und ereignisreiches Jahr im Ruhrgebiet. Mal schauen, ob 2026 das toppen kann. Die kir-Redaktion hat sich bemüht, auch die kleinen Geschichten, die weniger bekannten Akteurinnen und Akteure vorzustellen − und wenn wir damit das ein oder andere „ach!“ oder „wie interessant“ ausgelöst haben, dann sind wir auf dem richtigen Weg! Trotzdem dürfen natürlich auch die kulturellen Leuchttürme nicht fehlen. Und da kündigen sich für 2026 schon Highlights an, über die das Ruhrgebiet spricht. 

Allem voran steht das nächste Jahr natürlich ganz im Zeichen der Manifesta 16 Ruhr. Die europäische nomadische Biennale für zeitgenössische Kunst, kommt vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 ins Ruhrgebiet. Mehr als 100 Tage lang präsentiert sie in mehreren Städten der Region künstlerische, urbane und soziale Interventionen in umgewidmeten Kirchenräumen. Internationale Kulturvorhaben stehen neben ausgewählten Nachbarschaftsprojekten – da wird es noch viel zu berichten geben. Initiiert wird die Manifesta 16 Ruhr von der International Foundation Manifesta (IFM), dem Regionalverband Ruhr (RVR) und dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Gesetzt sind natürlich auch die großen Festivals der Region – angefangen beim traditionsreichen moers festival während der Pfingsttage, die 55. Ausgabe übrigens, über das hochkarätig besetzte Klavierfestival Ruhr (7. Mai bis 21. Juni) bis zu den Ruhrfestspielen vom 1. Mai bis zum 13. Juni in Recklinghausen und natürlich der Ruhrtriennale, dem Fest der Künste im Ruhrgebiet (20. August bis 20. September 2026). 

Spannende Ausstellungen stehen ebenfalls an. Im Gasometer Oberhausen startet am 20. März mit “Mythos Wald” die nächste raumgreifende Natur-Schau im Industriedenkmal. Highlight wird die Inszenierung “Der Baum”. Sie öffnet Besuchern den Blick vom Wurzelwerk aus in eine 40 Meter hohe Baumkrone.

Mit der großen Retrospektive “Ich, Gustave Courbet” widmet sich das Museum Folkwang in Essen vom 17. Juli bis 8. November einem der einflussreichsten Künstler des 19. Jahrhunderts. Er wandte sich gegen eine idealisierte Ästhetik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit zum Gegenstand seiner Malerei.

In den Arenen und auf den Freilichtbühnen des Ruhrgebiets geben sich zahlreiche Chartstürmer die Ehre – von Rockröhren über Popstars bis zu Schlagersternen: So kommt Altrocker Alice Cooper am 9. Juli ins Gelsenkirchener Amphitheater, Bonnie Tyler rockt am 20. Juli im Burgtheater Dinslaken, Nico Santos macht am 2. November in der Rudolf Weber-Arena Oberhausen Station, die Rocklegenden von Uriah Heep geben sich am 26. August beim Zeltfestival Ruhr am Kemnader See die Ehre. Pur lädt am 11. Dezember in die Westfalenhalle Dortmund und Schlager-Königin Helene Fischer mischt am 23. Juni im Rahmen ihrer Stadion-Tour die Gelsenkirchener Veltins-Arena in Gelsenkirchen auf.

Das ein oder andere Jubiläum steht auch noch an: Die Tage Alter Musik in Herne feiern im kommenden Jahr ihren 50. Geburtstag. Vom 12. bis zum 15. November sind u. a. Ensembles aus ganz Europa, Nord- und Mittelamerika zu Gast. 

40 Jahre alt wird das Umsonst-und-draußen-Musikfestival Bochum Total. Vom 2. bis 5. Juli steigt in der City wieder wie große Sause mit Acts von Jazz bis Hardrock.

In Dortmund feiert der U-Turm seinen 100. Geburtstag! Die große Party dazu steigt am 7. Juni 2026 sein. Dazu startet ein vielfältiges Jubiläumsprogramm mit Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen aller Institutionen im Haus.

Also: Es wird wieder spannend! In diesem Sinne wünschen wir allen einen guten Rutsch in ein inspirierendes und ereignisreiches Kulturjahr 2026! Ein frohes Fest und einen guten Rutsch!